Beagle-Zucht-Brigitte-Erhart

Über 40 Jahre Erfahrung vom Profi

Tipps für Beaglewelpen

Hier noch einige Tipps und Ratschläge, die sich aus immer wiederkehrenden Fragen und gemachten Erfahrungen ergeben:
 
In der ersten Woche bei Ihnen sollte sich der Welpe vor allem an die veränderte Umgebung und an seine neue Meute – das sind Sie – gewöhnen können. Gleichzeitig können Sie ihn allmählich mit Halsband und Leine vertraut machen. Das Wichtigste für Ihren BEAGLE ist Ruhe und Schlaf, Fressen und frisches Wasser, Bewegung und Spielen, Liebe, Zuwendung und Familienanschluss. Dann beginnt die einfache Erziehung – zur Stubenreinheit, zum Abgewöhnen von Unsitten alles möglichst spielerisch, aber konsequent. Alles was Sie an Ihrem Hund nicht haben wollen, müssen Sie bereits jetzt unterbinden und ihm nicht durchgehen lassen, auch wenn er noch so lieb und klein ist.
 
Mit der Erziehung sollten Sie sofort beginnen und besuchen Sie ab dem  3. Monat einen Welpenkurs.
 
Alle Einwände, ein BEAGLE ließe sich nicht erziehen, sind falsch und dienen meistens nur als Ausrede für die eigene Bequemlichkeit. Ein Erziehungskurs bei Ihrem örtlichen Gebrauchshundeverein ist wärmstens zu empfehlen. Er belehrt gleichermaßen Hund und Hundehalter und hilft, so manches Fehlverhalten zu vermeiden. Die Kosten dafür sind gut investiert. 
Grundprinzipien der Erziehung sind Konsequenz
  • Mehr loben als strafen
  • Das natürliche Verhalten des Tieres zu ihrem Vorteil ausnutzen
  • Strafen müssen sofort- im Moment des Ungehorsams – erfolgen. Bereits Sekunden später assoziiert der Hund die Strafe nicht mehr mit seinem Fehlverhalten.
  • Loben Sie den Hund, wenn er sich richtig verhält.
  • Reden Sie nicht ständig auf ihren Hund ein                                       
    Er wird dadurch harthörig
  • Wenn der Hund zu Ihnen zurückkommt, immer loben 
    Das gilt auch bei sehr großer Verspätung und wenn Sie sich sehr geärgert haben. Machen Sie sich klein (Hocke), Sie nehmen ihm dadurch die Angst, denn er hat ein schlechtes Gewissen.
  • Verwenden Sie das Zauberwort „SCHAU“ – ein BEAGLE ist sehr neugierig und möchte nichts versäumen.
  • Laufen Sie Ihrem Hund nie nach, um ihn einzufangen 
    Er missversteht das und glaubt, Sie wollen mit ihm spielen.
  • Überfordern Sie den Hund nicht mit zu viel Zuwendung 
    Er reagiert darauf mit Aggression, die sich in Knurren und      
    Schnappen (zur Abwehr) äußert.
  • Der Hund darf weder Sie noch ein anderes Familienmitglied, aber auch nicht  Fremde, aus irgendeinem Grund anbrummen oder gar nach ihnen schnappen. Reagieren Sie darauf mit sofortiger Zurechtweisung und festem Schütteln im Nacken. Wiederholen Sie die Situation, die zur Zurechtweisung geführt hat.

Was Sie noch beachten sollten:
 
Hochheben
Beim Hochheben denken Sie bitte an die Anatomie des Hundes. Sie sollten ihn nie an den Vorderpfoten hochheben. Sie können seinen Bewegungsapparat dadurch in einem unverantwortlichen Maß schädigen und aus dem stolzen Laufhund eine watschelnde Ente machen. Heben Sie ihn nicht ständig hoch und versuchen Sie dies auch bei anderen Bezugspersonen und Fremden zu verhindern.
 
Stubenreinheit
Gleich nach dem Aufwachen und Fressen „muss“ Ihr Hund. Sie sollten sofort mit ihm hinausgehen. Sollten Sie den Welpen gerade bei einer Einnässung beobachten, nehmen Sie ihn sofort hoch, schimpfen Sie mit ihm und gehen Sie mit ihm hinaus. Tun Sie das auch dann, wenn die Panne bereits passiert ist.
 
Ohren putzen
Versuchen Sie nie, weder mit dem Finger noch mit einem „geeigneten Gegenstand“, tiefer in das Ohr einzudringen, als Sie beim Anheben des Behanges sehen können. Der Gehörgang beim Hund verläuft ganz anders als beim Menschen. Reinigen Sie nur nach Bedarf die sichtbare, äußere Ohrmuschel mit einem Papiertaschentuch.
 
Waschen
Im Allgemeinen reinigt sich Ihr Hund selbst. Lediglich, wenn er sich einmal in Schmutz oder Kot gewälzt hat, sollen und müssen Sie ihn baden. Dabei sollten Sie ein mildes Shampoo verwenden und den Hund nachher gut abtrocknen.
 
Bürsten
Bürsten ist eigentlich nicht nötig, höchstens in der Zeit des Haarwechsels, um die „ Verteilung der Haare“ zu verringern. Sehr bewährt hat sich die Verwendung eines Staubkammes.
Den Haarwechsel können Sie durch Beigaben von Germ und Murnil ins Futter beschleunigen.
 
Impfen
Die Grundimmunisierung Ihre Welpen erfolgt durch die Impfung bei uns. Die Vervollständigung ist durch Ihren Tierarzt in evtl. zwei Teilimpfungen zu besorgen.
Ihr Hund ist bei der Übergabe an Sie mit einem Impfpass ausgestattet.
Nach der 12. Woche sollten Sie die 8-fach Impfung, Parvo und Tollwut inbegriffen bei Ihrem Tierarzt durchführen lassen.
Nehmen Sie stets Ihren Impfpass mit und lassen Sie alle Impfungen eintragen.
Impfungen sind 1x jährlich aufzufrischen!
 
Zecken
In der warmen Jahreszeit sollten Sie ihren BEAGLE besonders nach Spaziergängen auf Zeckenbefall absuchen.
Gegen Zecken gibt es im Handel hervorragend Produkte. Wenn Sie Ihren Hund gegen Borrelose impfen lassen wollen, dann nur in den kalten Monaten.
Sie müssen darauf achten, dass Sie die Zecke nicht abreißen, sondern schön vorsichtig und gleichmäßig mit einer Zeckenpinzette herausgedreht wird. Bleibt der Kopf in der Haut stecken, kann es zu Eiterungen kommen, aber meist trocknet er aus, es bildet sich eine erhöhte Kruste, die man entfernen kann.
 
Entwurmung
Ihr Welpe ist selbstverständlich entwurmt, wenn er Ihnen übergeben wird.
 
Vorbeugung
Verwenden Sie vorbeugend gegen etwaigen Kalkmangel Futterkalk, der in Verbindung mit reichlicher Bewegung an der frischen Luft (zur Bildung von
Vitamin D 3, ganz wichtig ist. Lassen Sie sich keine anderen Tabletten aufschwatzen. Diese sind meist nur sehr teuer, sonst aber meist völlig wertlos und ohne Wirkung.

 
Unser Service:
 
 
Wenn Sie weiter Fragen hinsichtlich der Aufzucht, der Ernährung, der Erziehung, über den jagdlichen Einsatz oder bezüglich der Teilnahme an Ausstellungen und Prüfungen haben, wenden Sie sich an uns
Wir helfen Ihnen gerne und beraten Sie.
Rufen Sie uns an, schicken Sie uns ein Fax oder eine e-mail.
 
Viel Freude mit Ihrem BEAGLE wünschen Ihnen Brigitta Erhart
 
Scroll to Top